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Wer auf Sommerfrische in der kleinen Waldviertler Gemeinde weilt, sollte diesen kurzen, aber landschaftlich reizvollen Rundweg nicht aussparen. Eine etwa einstündige Wanderung hinauf zur Burg Gars, weiter zur Ruine und Burgmauer mit Sicht auf die Gertrudskirche und dann zum Kamp und über den Kurpark zurück. Vom Rathaus am Hauptplatz starten die meisten Wanderungen. Dort befindet sich auch eine Informationstafel mit einer großen Karte sowie kleine Büchlein mit allen Wegen zur freien Entnahme. Herr und Frau Wanderlich folgten der Beschilderung, die sie zunächst über die Marktgasse und an der Kurkonditorei Ehrenberger vorbeiführte.
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Wer hätte gedacht, dass es auf dieser unscheinbaren kleinen Wanderung so viel zu entdecken gibt. Den ersten Glanzpunkt markiert gleich die ehemalige Burg-Kirchen-Anlage auf einer kleinen Anhöhe im Zentrum von Altlengbach, wo es auch kostenfreie Parkmöglichkeiten gibt, um die Tour gemütlich zu starten. Die dem Simon und Judas geweihte Kirche sowie der Pfarrhof gingen im Jahr 1192 aus der hiesigen Burg der Lengbacher hervor, wurden jedoch während der 1. Türkenbelagerung beschädigt und im Zuge der 2. Türkenbelagerung zerstört – eine Neuerrichtung erfolgte Ende des 17. Jahrhunderts.
Am Fuß des Hausberges Gollitsch reichen die Weinberge bis an die mittelalterliche Stadtmauer und die mehrgeschoßigen Keller unter der Stadt waren bereits im 15. Jahrhundert so groß, dass sie sich bis zum Befestigungswall hin ausdehnten (größter historischer Weinkeller Österreichs). Wein und Weinhandel machten Retz zu einer reichen Stadt und zu einer der schönsten Stadtmauerstädte Niederösterreichs. Herr und Frau Wanderlich verbrachten einen spontanen Kurzurlaub in der Weinstadt, wobei sie gleich im geschichtsträchtigen Althof Retz Quartier bezogen, der heute an der Stelle der ehemaligen, von den Hussiten zerstörten Burg von Graf Rabenswalde steht. Von hier bieten sich gleich mehrere schöne Wandermöglichkeiten an, die man unbedingt mit einem Besuch auf dem entzückenden Hauptplatz verbinden sollte.
Das wechselhafte Aprilwetter hat den Wanderlichs zu Ostern einen Strich durch die Rechnung gemacht und ihnen statt dem ursprünglich geplanten Weitwanderweg einen Ausflug in die Therme beschert. Keine schlechte Alternative, noch dazu in einer schönen Gegend und mit bester Versorgungslage. Die Weinstadt Retz befindet sich im Bezirk Hollabrunn, nahe der tschechischen Grenze – genauer gesagt zwölf Kilometer von Znaim entfernt. Ihr Hauptplatz ist einer der schönsten und größten in Österreich. Schaut man sich die Kulisse an, wie etwa das Verderberhaus im venezianischen Renaissancestil, die mittelalterlichen Stadtmauern oder die Barock- und Biedermeierbauten, fühlt man sich fast wie auf einer südländischen Piazza.
In der kalten Jahreszeit entspannen die Wanderlichs gerne in einer der vielen Thermalanlagen in Österreich. Heiße Quellen, Dampfbäder, ein paar gute Bücher, erlesene Speisen und natürlich die ein oder andere schöne Wanderung dürfen dabei nicht fehlen. Diesmal haben sich die zwei für ein Bio-Thermendorf im oststeirischen Hügelland entschieden, wo es sich gemütlich aushalten ließ. Bad Waltersdorf liegt im Herzen des Thermen- und Vulkanlands Steiermark und ist bekannt für sein heilkräftiges Wasser. Die kleine Ortschaft wurde 2002 und 2007 zum Sieger im Steirischen Landesblumenschmuckbewerb gekürt und belegte mehrmals den zweiten und dritten Platz. 2003 erhielt Bad Waltersdorf eine Goldmedaille als „Schönstes Dorf Europas“ beim Wettbewerb Entente Florale Europe.
Wenn es irgendwo Burgen oder deren Überreste zu besichtigen gibt, sind Herr und Frau Wanderlich immer gleich zur Stelle. Frisch und voller Tatendrang im neuen Jahr gelandet, führte sie ihr historisches Interesse sogleich in die Bucklige Welt im Bezirk Neunkirchen. Auf einer etwa dreistündigen Rundwanderung gelangt man zu der entzückenden kleinen Burg Grimmenstein, die sich hervorragend als Wohnsitz eignen würde – schade, dass den Wanderlichs schon jemand zuvorgekommen ist. Viele Jahre waren die Gemäuer nämlich dem Verfall preisgegeben worden, bis sich der neue Besitzer, der sich nunmehr auch in Grimmenstein umtaufen ließ, hier in Eigenregie ein mittelalterlich angehauchtes Juwel geschaffen hat.
Das Salzkammergut ist immer und zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Diesmal sind die Wanderlichs im zauberhaften Traunkirchen im Bezirk Gmunden hängen geblieben, dessen markante Kulisse mit der kleinen Johannesbergkapelle bestimmt viele – zumindest vom Vorbeifahren – kennen. Die beschauliche Gemeinde in Oberösterreich lohnt für einen Zwischenstopp. Traunkirchen ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Hallstatt, Bad Ischl oder in die Gmundner Altstadt – Salzburg ist ebenfalls nur eine Autostunde entfernt. Dank der nahe gelegenen Bahnhaltestelle „Traunkirchen Ort“ lassen sich viele Ziele natürlich auch ganz bequem ohne eigenes Fahrzeug erreichen.
Wider Erwarten und dem Klimawandel zum Trotz wurden wir dieses Jahr tatsächlich mit weißen Weihnachten gesegnet. Herr und Frau Wanderlich schlüpften rasch in ihre warmen Sachen und sausten in die Natur hinaus. Einige schöne Rundwanderungen bietet zum Beispiel die kleine niederösterreichische Gemeinde Brand-Laaben. Vom Parkplatz beim Gemeindeamt kann man in verschiedene Richtungen losmarschieren. Herr und Frau Wanderlich entschieden sich diesmal für den etwa fünf Kilometer langen Elsbeerweg mit der Wegnummer 1, für den man ungefähr 1 ½ Stunden veranschlagen sollte.
Die Blockheide ist ein Naturschutzgebiet bei Gmünd im nordwestlichen Waldviertel. Bizarre Granitformationen, stille Wälder, sanfte Wiesen- und Heidelandschaften, versteckte Waldteiche und ein naturnahes Bachtal – dieser Naturpark ist in vielerlei Hinsicht einmalig in Österreich. Herr und Frau Wanderlich haben die Blockheide nun schon zum zweiten Mal besucht und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein. Neben einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt in einer skandinavisch anmutenden Landschaft, faszinieren hier vor allem die zahlreichen Wackelsteine und Steinriesen – von der Natur geformte Granitfelsen wie der Christophorusstein, das Teufelsbett, der Haifisch- und Elefantenstein oder auch die Kobold- und Grillensteine.
Herr und Frau Wanderlich schätzen das Thermalbad in Bad Vöslau, aber erst bei etwas wärmeren Temperaturen. Hier kann man nämlich in historischer Kulisse in der Ursprungsquelle des berühmten Vöslauer Mineralwassers baden, das bereits seit 15.000 Jahren aus einer Tiefe von 660 Metern an die Oberfläche sprudelt. Einstweilen begnügen sich die beiden noch mit erbaulichen Wanderungen in der Region, von denen es im niederösterreichischen Bezirk Baden jede Menge gibt. Bad Vöslau liegt nämlich am Abhang des weitläufigen Wienerwaldes und ist zudem eine vortreffliche Wein(wander)gegend.
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Herr und Frau Wanderlich teilen eine gemeinsame Leidenschaft - die (Fern-) Wanderei. Folge ihnen auf ihren Streifzügen durchs In- und Ausland... ARCHIV
Juli 2026
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