Die Wanderlichs zieht es in den Sommermonaten gerne ins Salzkammergut, wo man sich an der lieblichen Landschaft und den vielen schönen Wanderwegen der Region erfreuen kann. Diesmal wurde ein knapp 11 Kilometer langer Rundweg in Gmunden erkundet, der entlang der ehemaligen Trasse der historischen Pferdeeisenbahn verläuft.
Vor allem der Abschnitt vom Hauptplatz bis zum historischen Bahnhof Engelhof entlang der heutigen Traunseebahn-Gleise erfreut sich großer Beliebtheit. Deshalb wurde anlässlich des Jubiläums „175 Jahre Pferdeeisenbahn Gmunden – Linz – Budweis“ im Mai 2011 ein eigener „Pferdeeisenbahn-Wanderweg“ errichtet.
Möchte man die gesamte Runde inklusive Rückweg in Angriff nehmen und vielleicht noch einen kleinen Spaziergang durch Gmunden obendrein, dann sollte man auf alle Fälle mit gut vier Stunden Gehzeit rechnen. Herr und Frau Wanderlich hatten sich ja bereits hier am Nordufer des Traunsees einquartiert und konnten so ihren Ausflug gemütlich mit einer kleinen Stadtbesichtigung beginnen. Nach einem Streifzug durch die reizenden kleinen Gassen, flanierten die beiden noch ein Stück die Esplanade entlang, um einen Blick auf das Seeschloss Ort zu erhaschen, dem Wahrzeichen der Stadt.
Danach ging es zurück zum Rathaus, wo der Wanderweg offiziell seinen Anfang nimmt. Der Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert hat eine Besonderheit zu bieten, die einmalig ist in Österreich: ein aus Porzellan gefertigtes Glockenspiel im Dekor der berühmten grünen Gmundner Keramik. Ein weiterer – ebenfalls grüner – Blickfang am Brunnen des Hauptplatzes ist der knapp vier Meter hohe „Moosmensch“ des finnischen Künstlers Kim Simonsson. Das samtige Fabelwesen kam 2024 nach Gmunden und soll als dauerhaftes Kunstwerk im öffentlichen Raum verbleiben.
Auf einem ca. 3 ½ Kilometer langen Weg entlang der ehemaligen Trasse der Pferdeeisenbahn gelangt man nun vom Rathausplatz in den Ortsteil Engelhof, zum ältesten noch in Betrieb stehenden Bahnhof auf dem europäischen Kontinent. Entlang der Strecke wird man von informativen Schautafeln und fünf Aktivstationen begleitet, an denen man spielerisch die technischen Raffinessen der Pferdeeisenbahn erleben kann.
Bereits am Anfang des Weges passiert man in der Annastraße den ehemaligen Bahnhof aus dem Jahr 1835. Hier endete damals der Personenverkehr der Pferdeeisenbahn und die Reisenden wurden mit der Kutsche zum Hauptplatz beziehungsweise zu der Schiffsanlegestelle am Traunsee transportiert.
Weiter geht es entlang der Gleise der Traunsee-Tram, wo es auch einen Streckenabschnitt mit freigelegten Trassenrelikten geben soll. Herr und Frau Wanderlich konnten diese aber aufgrund üppiger Vegetation nicht so recht ausmachen. Dafür aber die Attrappe einer Pferdeeisenbahn-Kutsche mit Gespann in der so genannten Kerschbaumer Reib, wo sich auch eine kleine Rast anbietet.
Nach dem historischen Bahnhof Engelhof, der 1836 bis 1855 der Pferdeeisenbahn gedient hat und von großer Bedeutung für Salz- und Frachttransporte gewesen ist, führt die Rundwanderung weiter Richtung Laakirchen, nach Oberweis. Ab hier ist die Strecke leider etwas lückenhaft markiert beziehungsweise nur in eine / die andere Richtung, weshalb man sich ab und an gut orientieren muss.
Der Abschnitt am Traunufer zurück nach Gmunden ist dann aber sehr idyllisch und lud die Wanderlichs noch zu einem kleinen Zwischenstopp am Wasser ein. Zurück in der Stadt, genehmigten sich die zwei noch ein köstliches Softeis und ließen den Tag am See ausklingen.
Text- und Bildschmiede:
Herr und Frau Wanderlich. Ohne deren ausdrückliche Genehmigung keine Vervielfältigungen oder jegliche Nutzung privater oder kommerzieller Natur erlaubt. Siehe auch Impressum.
Herr und Frau Wanderlich. Ohne deren ausdrückliche Genehmigung keine Vervielfältigungen oder jegliche Nutzung privater oder kommerzieller Natur erlaubt. Siehe auch Impressum.
|
|
|



























































