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Die Wanderlichs weilen gerne am malerischen Attersee zur Sommerfrische. An kaum einem anderen Ort lässt es sich der Hitze und der Unbill der Großstadt besser entfliehen als hier an diesem glasklaren, türkisblauen Gewässer mit Blick in die umliegende Bergwelt. Das wussten auch schon andere Berühmtheiten wie Gustav Klimt oder Gustav Mahler, die es seinerzeit wiederholt ins oberösterreichische Salzkammergut zog. Der Attersee ist mit seinen 46 km² Wasserfläche der größte ganz in Österreich liegende See und mit 169 Metern der – nach dem Traunsee – zweittiefste See hierzulande. Leider sind sämtliche Uferabschnitte stark verbaut und in Privatbesitz, aber Herr und Frau Wanderlich kennen mittlerweile ein paar Plätzchen, wo sich das kühle Nass entsprechend genießen lässt. Etwa im beschaulichen Nußdorf am Westufer des Sees, wo man seinen Aufenthalt gleich mit einem schönen, etwa halbstündigen Spaziergang verbinden kann. Der so genannte „Ransonnet-Themenweg“ beginnt beim Musikpavillon in der Dorfmitte und führt in südlicher Richtung zur gleichnamigen Villa, danach die Seepromenade entlang zur Schiffsanlegestelle und abschließend den Bach aufwärts bis zur Pfarrkirche im Ortszentrum. Der Rundweg erinnert an das Leben und Wirken des Freiherren Eugen von Ransonnet-Villez. 1838 in Wien geboren, entwickelte dieser schon früh eine gewisse Leidenschaft zur Kunst und Natur. Er wurde mit den Jahren zu einem bedeutenden Diplomaten, Künstler, Forscher und Abenteurer – einzigartig sind bis heute seine Unterwasser-Lithographien, die er dank einer selbst entworfenen Taucherglocke anfertigen konnte. Ransonnet war der erste Sommergast im Ort und hat hier bedeutende Spuren hinterlassen. Um 1871 ließ er sich die heutige Grafengut-Villa bauen, in deren Garten er seltene Bäume und Gewächse pflanzte, die er von seinen Reisen mitbrachte. Ein Riesen-Lebensbaum (Western Red Cedar) hat mittlerweile einen Stammumfang von acht Metern erreicht. 1886 gründete er den „Union-Yacht-Club Attersee“, den ältesten Yachtclub Österreichs, sowie den Verschönerungsverein Nußdorf und brachte so den Tourismus in die Region. Zur Erinnerung wurde der Themenweg vom damaligen Bürgermeister und Schuldirektor Johann Gebetsberger mit sieben Tafeln beschildert, die über das Leben des Freiherren von Ransonnet-Villez informieren. Herr und Frau Wanderlich starteten den hübschen kleinen Spaziergang direkt vom Hotel Grafengut, also der ehemaligen Ransonnet-Villa. Sie schlenderten genüsslich die Seepromenade entlang, wobei man auch mehrere Gastronomiebetriebe, einen Campingplatz und das Seebad passiert. Man kommt zur Schiffsanlegestelle, wo es sich im glasklaren Wasser vortrefflich Fische beobachten lässt. Mit einer Sichttiefe von bis zu 20 Metern ist der Attersee der klarste See Oberösterreichs, was Frau Wanderlich bestätigen kann, die hier in jungen Jahren ihren Tauchschein absolviert hat. Linkerhand führt nun ein schmales Weglein am Nößtalbach entlang und am Seecamping Wiesinger vorbei hinauf nach Nußdorf. Von der Bachgasse bogen die beiden Wanderer in das Kirchengasserl ein, passierten die Pfarrkirche und landeten beim Musikpavillon. Man geht ein Stück durchs Ortszentrum und folgt anschließend der Atterseestraße bis zur Abzweigung in die Dorfstraße, auf der man am Campingplatz Gruber vorbei Richtung Grafengut wandert. Einfach den gelben Hinweisschildern „Ransonnet-Themenweg“ folgen und die vielen schönen Plätzchen entlang der Strecke genießen. Einkehrmöglichkeiten gibt es sowohl im Ort als auch im Uferbereich.
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Herr und Frau Wanderlich teilen eine gemeinsame Leidenschaft - die (Fern-) Wanderei. Folge ihnen auf ihren Streifzügen durchs In- und Ausland... ARCHIV
November 2025
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