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Herr und Frau Wanderlich haben – wie schon so oft – durch puren Zufall eine zauberhafte Wanderung entdeckt, die sie ihrer werten Leserschaft nicht vorenthalten wollen. Obwohl der Gartendorf-Rundweg in Schiltern nur knapp acht Kilometer lang ist, sollte man mindestens 2 bis 3 Stunden dafür einplanen, da es entlang der Strecke einfach unglaublich viel zu entdecken gibt. Ausgehend von den Kittenberger Erlebnisgärten führt die Rundwanderung zunächst durch weitläufige Weinberge, Wiesen, Felder und Wälder nördlich von Schiltern. Hier bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf das Gartendorf und die Umgebung. Weitere Höhepunkte wie der Arche Noah-Schaugarten, das Schloss oder die Kellergasse Schiltern sind auf alle Fälle einen eigenen Besuch wert. Die Erlebnisgärten hätten zu viel Zeit in Anspruch genommen, aber hier gibt es eine kostenlose Parkmöglichkeit und Wanderlichs wollen unbedingt einmal wiederkommen, um die gesamte Anlage zu besichtigen. Die Familie Kittenberger hat auf einer Fläche von 60.000 m² fünfzig Themengärten angelegt, die mit ihren kreativen Gestaltungsideen und bunten Blumenorgien ganzjährig die BesucherInnen begeistern. Ein Einkaufsbereich sowie ein Gartenrestaurant runden das Erlebnis noch ab. Für die Rundwanderung mit der Nummer 66 geht man zunächst vom Haupteingang ein Stück die Laabergstraße hinunter, wobei man sich an sämtlichen Abzweigungen rechts hält und der gelben Beschilderung folgt. Man kommt an der Urbani-Statue vorbei, die der Langenloiser Bildhauer Friedrich Fahrwickl für den Weinbauverein Schiltern geschaffen hat. Herr und Frau Wanderlich flanierten genüsslich an reifen Feldern, Wäldern und Weinbergen vorbei, bis sie am nächsten Wegkreuz („Breitenfeldkreuz“) den Pfad zur Linken einschlugen. Der Schotterweg führt weiter durch die idyllische Landschaft bis zur nächsten Abzweigung, dem „Roten Kreuz“, wo man sich abermals links hält. Hier tun sich nun wunderbare Blicke auf Schiltern und seine markante weiße Pfarrkirche auf, die dem Hl. Pankratius geweiht ist. Die Nähe zur ehemaligen Fluchtburg am Hausberg lässt vermuten, dass das Gotteshaus aus der einstigen Burgkapelle hervorgegangen sein könnte. Munter marschierten die Wanderlichs weiter und waren froh über das ein oder andere Hinweisschild, da es hier auf der Strecke tatsächlich viele Abzweigungen gibt. Am Floriani-Bildstock vorbei, führt die Wanderung nun über unterschiedlich beschaffene Weglein bis zu einem stattlichen Akazienbaum mit dem „Priesner-Kreuz“ aus dem Jahr 1890. Die Gartendorf-Runde führt rechterhand vorbei, leicht bergauf und durch den Wald. Die zwei Wanderer staunten über die weitläufigen Ackerlandschaften, die sie der Reihe nach als Mais, Hirse, Raps und Sudangras identifizierten – ziemlich ungewöhnlich, wie sie fanden. Daneben gibt es hier ausgiebigen Weinanbau und auch das ein oder andere Sonnenblumenfeld. Bevor man links abbiegt, um der Straße zurück ins Ortsgebiet zu folgen, legten Herr und Frau W. einen kleinen Stopp am hiesigen Kinderspielplatz ein, den sie – wie auch den bisherigen Wanderweg – menschenleer vorfanden und wo sie sich dementsprechend austoben konnten. Wann kann man schon einmal mit einem Flying Fox durch die Gegend sausen, ohne dabei von hämischen Frechdachsen ausgelacht zu werden?! Leicht erschöpft machten sie anschließend noch eine kurze Rast auf dem kleinen Aussichtshügel samt Breitpfeiler aus dem 19. Jahrhundert („Weißes Kreuz“), von dem man aber kurioserweise weder die Kirche noch das Schloss sehen kann – zwei der markantesten Gebäude in Schiltern. An der Ortstafel hält man sich dann links und gelangt so nach kurzem Fußmarsch auf der Oberen Straße zum Schloss Schiltern. Der ehemalige Wirtschaftshof wurde im 16. Jahrhundert zum heutigen Prunkhaus ausgebaut und beherbergt nebst einem Kaffeehaus und einem kleinen Laden mit regionalen Produkten die Modellbahnwelt Schiltern. Direkt gegenüber, im barocken Schlossgarten, ist der Arche Noah-Schaugarten zu finden. Hier werden fast verloren gegangene Kulturpflanzen wieder lebendig, vermehrt, vor dem Aussterben bewahrt und weiterentwickelt. Man kann den Garten innerhalb der Öffnungszeiten oder zu ausgewählten Führungen und Veranstaltungen besuchen. Das haben sich Herr und Frau Wanderlich ebenfalls für ihren nächsten Aufenthalt in der Gemeinde Langenlois aufgehoben, da man hier gut und gerne mehrere Stunden verbringen kann. Jetzt bogen sie in die Kronsegger Straße ab, vorbei an der steinernen Statue „Johannes Nepomuk“ und stapften über den Schlossweg weiter zur Kellergasse. Der Rundweg führt zwischen zahlreichen bunten Weinkellern leicht bergab und endet in einer Linkskurve. Man quert den kleinen Schilternbach und wandert das letzte Stück über die Kargl- und Laabergstraße zurück zum Ausgangspunkt bei den Kittenberger Erlebnisgärten. Dabei passiert man noch ein letztes Marterl, nämlich das Hagelkreuz, welches an ein katastrophales Unwetter im Jahr 1990 erinnert. Wanderlichs kehrten vollends begeistert von einer wunderschönen und abwechslungsreichen Tour zurück, die neben den Erlebnisgärten auch diverse Einkehrmöglichkeiten bereithält. Ein rundum gelungener Ausflugstag, den die beiden dann noch im entzückenden Strandbad Plank am Kamp ausklingen ließen.
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Herr und Frau Wanderlich teilen eine gemeinsame Leidenschaft - die (Fern-) Wanderei. Folge ihnen auf ihren Streifzügen durchs In- und Ausland... ARCHIV
November 2025
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